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Testbericht "M10 Phono" - das Präzisionswunder

Die Vorstufe Audio Note "M 10 Phono" erreicht mit ungewöhnlichen technischen Lösungen Erstaunliches: Musik aus der Konserve klingt absolut wie "live".

Es mag sein, daß selbst ausgebuffte High Ender an dem Vorverstärker Audio Note "M 10 Phono" achtlos vorbeischlendern. Denn dieser wirkt geradezu bescheiden, nüchtern, ganz und gar schmucklos. Noch nicht einmal optisch paßt er zu den Endstufen "Gakuon". Aber preislich sehr wohl: Die Vorstufe M 10 kostet die Kleinigkeit von 224000 Mark. Sie ist wiederum ein Level-5-Produkt des Maestros Kondo, wiederum eine Meisterleistung, eine musikalische Offenbarung – so viel sei hier schon verraten. 
 

 
Im Reich der Sinne: In der Vorstufe "M 10 Phono" dürfen nur
Glaskolben verwendet werden, die aus alten amerikanischen
Beständen stammen. Nachbauten aus Rußland oder China sind
tabu in den edlen Komponenten.

Ich höre sie bereits die Stirn runzeln, die Mitbewerber von Audio Note, die Hersteller anderer Preamps: Will AUDIO den Lesern ernsthaft weismachen, daß ein Vorverstärker – und sei er noch so aufwendig konstruiert – die Summe Geldes wert ist, die Herr Kondo für den M 10 berechnet? Ehrlich, ich weiß es nicht. Es interessiert mich nicht einmal. Nur eines: Die Audio-Branche kann froh und dankbar sein, daß dieser Vorverstärker nahezu eine Viertelmillion Mark kostet. Nehmen wir an, er wäre nur mit einem Zehntel dieser Summe kalkuliert: Dann hätte die Konkurrenz ein echtes Problem.

       Bescheidenheit ist ihre Zier:
Links im Bild sieht man das Netzteil, rechts den Vorverstärker Audio Note "M 10 Phono", beide verpackt in handgearbeitete, antimagnetische Kupferblech-Gehäuse. 
 
Wie sollten sie ihrer Kundschaft beispielsweise erklären, weshalb eine Phonostufe rauschen muß? Tritt der M10 doch den Beweis an, daß die Verstärkung der feinen Signale von kostspieligen MM- und MC-Abtastern auch ohne die geringste Rauschfahne und selbstverständlich absolut brummfrei erfolgen kann. Der mit einer induktiven RIAA-Entzerrung operierende Preamp ist genial gemacht. Das gemeinhin bekannte Widerstandsrauschen entfällt, weil eben kein Widerstand den Signalfluß beeinflußt und insbesondere die Dynamik einebnen kann. Die pfiffige Schaltung setzt hingegen auf Spulen, und die rauschen aus Prinzip kaum. Selbstverständlich handelt es sich bei den Exemplaren in der M 10 um solche aus reinstem (klar doch: 99,9 Prozent) Silberdraht, der unterm Mikroskop handgewickelt wurde. Die eigentliche Verstärkung in der Phono-Abteilung erledigen zwei Röhren mit der Typenbezeichnung JAN-GE 6072 A, also Doppeltrioden bester Herkunft. Der gleiche Kolben von General Electric findet sich auch in der Hochpegelsektion des Audio Note.

Und was erblicken die Augen des Testredakteurs auf dem weiteren Signalweg? Ein, nein: gleich zwei Lautstärke-Regelwerke, von einer Qualität, wie sie niemand sonst herstellt. Ausgerüstet mit antimagnetischen Tantalwiderständen, erlauben die kanalgetrennten Pegelsteller eine äußerst feinfühlige Dosierung in 40 Rasterstufen. Dem nachgeordnet – wir befinden uns in der Ausgangsstufe – steuern wiederum eine JAN-GE 6072 A sowie eine Doppeltriode 5687 WA die wiederum von Hand unter dem Mikroskop gewickelten Reinsilberdraht-Schnittbandkern-Ausgangsübertrager an. Wenn je der Vergleich zur Uhrmacherkunst eine Berechtigung hatte, dann in diesem konkreten Fall.

      

Unorthodoxe Lösung: Die Platinen geben nur den teuren Bauteilen Halt, die Verdrahtung der Audio Note "M 10 Phono" ist frei und mit hochreinem Silberdraht ausgeführt. Aus diesem Material sind auch die Spulen im Phonozweig. Die Hochpegelvariante der M 10 ohne Phono-Sektion kostet im übrigen "nur" 143 000 Mark. ???


Eine Augenweide der besonderen Art offeriert auch das separate Netzteil, streng genommen handelt es sich um zwei kanalgetrennte Einheiten, die sich nur Gehäuse und Netzkabel teilen. Die Ingredienzen des teuren Power Supplies; je ein Schnittbandkern-Transformator der Sorte "Wie, so teuer?", pro Kanal eine Zweiweg- Gleichrichterröhre vom Typ 5 R 4 (auch bekannt als CV 1377) und danach je eine Siebdrossel, die Kondo bei Tango orderte.

Hören heißt glauben. Gewohnt an Preamps der Referenzklasse, verwöhnte mich der Audio Note "M 10 Phono" mit dem ersten Ton. Ich liefere Ihnen einige Details und verspreche hoch und heilig, nicht zu übertreiben. Für den ersten Check legte ich die CD "The Desmond Project" des John Basile Quartet (Chesky/in-akustik) ins CD-Laufwerk Burmester 969. Diese ursprünglich in 24 Bit/96 kHz produzierte Scheibe dürfte dynamisch wie auch in puncto Klangfarbenreichtum mit das Beste sein, was aktuell auf dem Tonträgermarkt zu finden ist. Mit exzellenter Elektronik abgespielt, wirken bestimmte Sequenzen – oft nur für Sekundenbruchteile – so, als ob sich tatsächlich ein Instrument vor dem Hörer aufbauen würde.

Dies zu erleben ist phantastisch. Doch gerade bei Aufnahmen dieser Qualitätsklasse schleicht sich ein bitterer Nachgeschmack ein. Denn die Kunst, diese Authentizität über die gesamte Länge eines Tracks oder gar einer CD durchzuhalten, gelingt nie. Auch nicht rnit der Audio Note "M 10 Phono", zumindest nicht während des ersten Versuchsaufbaus im AUDIO- Hörraum. Der Unterschied war: Ließen mir bekannte Super-Vorstufen nur sporadisch diese Echtheit in der Musik aufblitzen, bewahrte die Audio Note den Eindruck deutlich zwingender, deutlich länger und erinnerte eben nur ab und zu daran, daß eine Konserve und keinesfalls ein Live-Ensemble spielte. Insbesondere, wenn die M 10 via Audio-Note-Silberkabel mit der hauseigenen Referenz "Gakuon" auftrumpfte, entfachte das Gespann eine Dynamik, die nicht von dieser Welt schien und die zudem die Diskussion um einen neuen Digitalstandard vergessen ließ. Obwohl das japanische Nobelduo im Labor nur mittelmäßige Störabstände einfuhr, schienen die nach und nach verabreichten Silberlinge weniger zu rauschen als gewohnt. Statt dessen bauten sich Bühnen vor uns auf, die wir einer Box wie der Wilson Audio "Watt/Puppy 5.1" vor der Liaison mit den Fernost-Amps nie und nimmer zugetraut hätten. Die Höhe (stets ein Manko bei der kleinen Wilson) stimmte, die Tiefe des Raums, die Abbildung von Instrumenten und Interpreten – einfach alles.

       Technisches Wunderwerk: 
Links im Bild sieht man einen der berühmten aus Reinsilberfolie gefertigten Papier-in-Öl-Kondensatoren, die bei Audio Note in Japan hergestellt werden. Diese Edelbauteile kosten auf dem Markt bis zu 4000 Mark pro Stück.


Gemeinhin empfehle ich Betreibern herausragender CD-Player von Wadia und jüngst auch Krell, tunlichst auf den Umweg einer Vorstufe zu verzichten und die digitalen Referenzen unmittelbar mit Endverstärkern zu verbinden. Ab sofort füge ich hinzu: Es sei denn, für die Rolle des Preamps wird das Zauberwerk Audio Note verpflichtet. Und für die Wiedergabe von der schwarzen Scheibe kenne ich überhaupt nichts Vergleichbares. Weder die von mir hoch geschätzten Module in der Cello "Audio Suite" noch der begnadete FM 222 (um 27000 Mark) erreichen die schon dramatisch zu nennende Auflösung des integrierten Zuges in der M 10.

Um einen Abtaster wie den Clearaudio "Insider Gold Reference" standesgemäß auf Hochpegelniveau zu liften, muß der begüterte Audio-Note-Besitzer allerdings noch einmal in die Schatulle greifen, 22500 Mark herausnehmen und dafür den MC-Übertrager AN-S7cVz erstehen. Dessen Aufgabe besteht einzig darin, die hauchzarten Signale der Moving-Coil-Systeme auf das von Moving-Magnet-Tonabnehmern zu liften.

Die Audio Note M 10 trat den Beweis an, daß die Entwicklung klassischer analoger Vorverstärker noch lange nicht ausgeschöpft ist. Der japanische Preamp ist das Maß aller Dinge - unerschwinglich gewiß, aber wer ihn jemals hören durfte, wird meine Begeisterung verstehen.

Damit stand der zweite Eckpfeiler für eine Anlage der Superlative fest. Die sündhaft teuren Verstärker von Audio Note, die Monos "Gakuon", der Vorverstärker M 10 und der MC- Übertrager AN-S7cVz liefen warm für die nächste Runde. Zwischensumme: 756500 Mark.

(Ausschnitt aus einem Testbericht von Joachim Pfeiffer, AUDIO)

VERGLEICH ZUR GEGENWART

Der M10 war für mich ein Vorbild, das in der KONDO-Neuzeit wiedergeboren werden musste. Black Forest Audio orderte daher einen "M 10" in KSL-Technologie, die bei allen bekannten Produkten gewaltige Fortschritte gebracht hatte. Audio Note Co. Ltd. in Tokyo nahm diesen Auftrag an und bedankte sich später förmlich, dass sie diesen ultimativen Vorverstärker entwickeln durfte. Man gab mir die Möglichkeit, den Namen zu bestimmen. Um die Verwechslung mit den Modellen der englischen Namenskopien zu vermeiden und auch die Stellung über dem damals angebotenen M100 klar zu stellen, blieb nur der Aufstieg in die nächste Potenz. Ich wünschte mir also einen M1000, der nach dem Jahrtausendwechsel erschien. Neben der Phonostufe enthielt er auch eine Frequenzweiche für die Versorgung separater Subwoofer-Endstufen.

Interessant ist auch der Preisvergleich: Die vom damaligen Weltvertrieb festgesetzten Preise für Audio Note Japan Produkte waren zum Teil deutlich höher als heute, obwohl die Produkte heute noch deutlich aufwendiger gefertigt werden.  Hintergrund war die offensichtliche Zielsetzung des Vertriebs seine namensgleichen Geräte aus England noch preiswerter aussehen zu lassen und auf der Basis des gewaltigen Images der japanischen Geräte von Hiroyasu Kondo zu vermarkten. So kostet über 10 Jahre später die Hochpegelversion des M1000 vergleichsweise fast 20 % weniger, ebenso die Gakuon-Monoblöcke und der MC-Übertrager über 25%! Volker Kühn

 

Presse & Testberichte
        
28.07.2006
AP_01_04_Kondo-DACJadis-JS1-MkIII.pdf

19.11.2012
Kondo-F1-3-2012.pdf

14.11.2006
KondoM7Stereotest06.pdf

13.12.2012
KondoOverture_Nevalainen.pdf

26.10.2006
KondoSFzTestStereoWeb.pdf

15.04.2013
KONDO_BIYURA_04_2013.pdf

27.01.2012
kondo_kabel__Image_Verlag.pdf

22.08.2006
Kondo_M7Stereotest_06.pdf

02.07.2012
Kondo_PDF4-10Kondo_10-M.pdf

02.07.2012
Phono_MMStufe_MC_Uebertrager.pdf

17.06.2016
vollverstaerker_Kondo_Overture_PM-2.pdf

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